Detaildarstellung (Auswahl)

Lager der III. SS-Baubrigade, dem Konzentrationslager Buchenwald unterstellt
Nummer 3437
Ort Köln
Bezeichnung
Gebiet Preußen (Rheinprovinz)
Eröffnung Nach Ankunft des Transports, der am 18.09.1942 in Buchenwald abging [LIT]
Schließung 10.05.1944 (Überstellung nach Wieda) [LIT]
Deportationen Am 01.11.1943: 94 nach Düsseldorf, Kdo "Berta"; am 25.10.1943: 212 Russen nach Buchenwald; im Juli 1943: 5 Niederländer nach Buchenwald [LIT]
Häftlinge Im September 1942: 300; im November 1942: ca. 1.000; im März 1943: 53; im Juli 1943: ca. 1.000; im Januar 1944: höchste Belegstärke mit 1.686 Häftlingen. Insgesamt haben ca. 6.000 Häftlinge das Lager durchlaufen. Unter den Häftlingen befanden sich Belgier, Bulgaren, Deutsche, Engländer, Esten, Franzosen, Griechen, Italiener, Jugoslawen, Litauer, Luxemburger, Niederländer, Polen, Russen, Rumänen, Spanier, Tschechen und Staatenlose, wobei die größten Gruppen sich aus Russen und Polen zusammensetzten. Nach Kategorien wurden "Politische, Berufsverbrecher, Homosexuelle, Asoziale, Zigeuner, Wehrunwürdige, Sicherungsverwahrte und Juden" in Köln inhaftiert, wobei die politischen Häftlinge in der Mehrheit waren. [LIT]
Geschlecht Männer
Einsatz der Häftlinge bei Leiter für Sofortmaßnahmen, Stadt Köln; Arbeiten für die Baufirma Theodor Wilderman und das Domkapitel; DAF; NAPOLA; NSDAP-Kreisleitung; SS-Standarte 58; Westdeutscher Beobachter; Möbelfabrik Mellmann; Fleischerei Ohrem, Deutz; Großhandel für Eisen- und Haushaltswaren Fa. Schulze-Berl, Nippes; Autofabrik, Inh. Walter Esser [LIT]
Art der Arbeit Einrichtung des Lagers, Bergung von Blindgängern, Bunkerbau, Trümmerbeseitigung, Bergung von Verschütteten, Abtransport von Leichen, Verladearbeiten, Instandsetzung von Gas- und Wasserleitungen; Wohnungsbau [LIT]
Bemerkungen Köln war die erste Stadt, in die Häftlinge der SS-Baubrigaden zur Behebung von Schäden nach Bombenangriffen entsandt wurden. Die ersten 300 Häftlinge mußten die Kongreßhalle auf dem Messegelände als Unterkunft für etwa 1.000 Häftlinge umbauen. Die Bewachung schwankte zwischen 40-90 Angehörigen der SS, Wehrmacht und Polizei. Auf dem Gelände waren ebenfalls Gefangene der Gestapo-Köln untergebracht, die teilweise der Baubrigade unterstellt wurden. 157 Häftlinge konnten fliehen. [LIT] [s. a. gleichnamiges "Arbeitserziehungslager" für Frauen, Nr. 1862]
Markierung
Literaturverweise Fings 1996
ITS 1979 (Standardreferenz)
Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald
Nummer 276
Ort Köln
Bezeichnung "Köln-Stadt"
Gebiet Preußen (Rheinprovinz)
Eröffnung 15./17.08.1944
Schließung 25.10.1944 [LIT]
Deportationen Am 25.10.1944: Überstellung von 224 Häftlingen in das KZ Buchenwald (nach Zerstörungen durch einen Fliegerangriff) [LIT]
Häftlinge Im August 1944: 300, Anfang Oktober 1944: 260 [LIT]
Geschlecht Männer
Einsatz der Häftlinge bei
Art der Arbeit Sprengarbeiten; Arbeit in den Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerken; Arbeit auf dem Flughafen Ostheim
Bemerkungen Die Häftlinge waren in zwei Baracken auf dem Messegelände in der Nähe des Ostarbeiterlagers in der Westhalle untergebracht. Die Bewachung erfolgte durch 17 SS-Männer und Angehörigen der Wlassow-Armee. Bis Anfang Oktober konnten 37 Häftlinge fliehen. Nach einem Bombenangriff Mitte Oktober, bei dem die Häftlingsbaracken zerstört wurden, erfolgte die Schließung des Außenlagers. Die Häftlinge wurden von Opladen per Bahn nach Buchenwald transportiert. 34 Häftlinge blieben in Köln und mußten bei den Ford-Werken arbeiten. Bis zum 20. November konnten bis auf 2 Häftlinge, die am 23. November an das Kommando Ford überstellt wurden, alle fliehen. [LIT]
Markierung
Literaturverweise Fings 1996
ITS 1979 (Standardreferenz)
Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald
Nummer 274
Ort Köln-Deutz
Bezeichnung
Gebiet Preußen (Rheinprovinz)
Eröffnung 25.09.1944 (erste Erwähnung)
Schließung März 1945 ("Evakuierung") / bei der Räumung des Lagers wurden 116 Häftlinge in das KZ Buchenwald überstellt [LIT]. Sie wurden dort am 10. und 15.03.1945 registriert.
Deportationen Bis Ende 1944 wurden 15 Kranke nach Buchenwald überstellt. [LIT]
Häftlinge Am 26.09.1943: 200 [LIT]
Geschlecht Männer
Einsatz der Häftlinge bei Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken AG, Köln-Deutz, Deutz-Mühlheimerstraße 13, Polizei, Köln [LIT]
Art der Arbeit Arbeiten in der Waggonfabrik, Aufräumarbeiten und Bombenentschärfung in Köln Mühlheim und auf dem Militärflughafen Köln-Ostheim. [LIT]
Bemerkungen Die Häftlinge waren zunächst in einem Steingebäude auf dem Firmengelände untergebracht. Nach einem Bombenangriff am 28. Oktober 1944 mußten die Häftlinge in einem Luftschutzkeller unter katastrophalen hygienischen Bedingungen übernachten. Mindestens 65 Häftlingen gelang die Flucht. [LIT]
Markierung
Literaturverweise Benz/Distel 3 2006, S. 473-475
Fings 1996
ITS 1979 (Standardreferenz)
Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald
Nummer 275
Ort Köln-Niehl
Bezeichnung
Gebiet Preußen (Rheinprovinz)
Eröffnung 10./11.08.1944
Schließung 10.04.1945 (letzte Erwähnung)
Deportationen 48 Häftlinge wurden in das KZ Buchenwald überstellt, wo sie am 27.02.1945 registriert wurden. Zuvor waren 5 Häftlinge nach Buchenwald überstellt worden. 2 Häftlinge kamen in das Kommando Westwaggon [LIT]
Häftlinge Am 12.08.1944: 5, später 61 [LIT]
Geschlecht Männer
Einsatz der Häftlinge bei Ford-Werke AG, Köln-Niehl
Art der Arbeit Arbeiten in der Fahrzeugproduktion, Maurer- und Zimmerarbeiten [LIT]
Bemerkungen Am 12. August 1944 trafen 50 Häftlinge aus Buchenwald in Köln ein. Sie wurden von 16 SS-Männern bewacht und in einer Baracke in der Nähe des Werksgeländes untergebracht. Die Häftlinge mußten bis Februar 1945, als die Produktion eingestellt wurde, in einer 12-Stunden-Schicht arbeiten. Vier von ihnen gelang die Flucht und ein Häftling starb. [LIT]
Markierung
Literaturverweise Benz/Distel 3 2006, S. 478-479
Fings 1996
ITS 1979 (Standardreferenz)

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